Was ist ein Konformitäts-Audit?
Ein Konformitätsaudit überprüft, ob geltende Vorschriften, Standards, Richtlinien oder gesetzliche Anforderungen eingehalten werden.
Ziel: Feststellen, ob die Soll-Anforderungen erfüllt sind – also ob etwas konform ist.
Vorgehen:
- Fester vordefinierter Anforderungskatalog durch Vorlage
- Antwortmöglichkeiten vorgegeben: erfüllt / nicht erfüllt / nicht erforderlich (nur Einfachauswahlfragen möglich)
- Jede Antwort ist mit vom System festgelegten Werten hinterlegt
- Fragen können unterschiedlich gewichtet werden, wodurch sich die Werte entsprechend multiplizieren (1-10)
Ergebnis:
- Konformitätsgrad in Prozent
- Darstellung sowohl gesamt als auch je Themenkapitel

Was ist ein Risiko-Audit?
Ein Risikoaudit legt den Schwerpunkt auf bestehende oder potenziell auftretende Risiken.
Ziel: Nicht nur prüfen „ist alles in Ordnung?“, sondern gezielt Schwachstellen und Gefahren erkennen.
Vorgehen:
- Frei wählbare Antwortmöglichkeiten (Einfach- und Mehrfachauswahlfragen möglich) je Frage in Vorlagenerstellung gegeben
- Zwei Fragetypen:
- Risiko-Fragen (risikoerhöhend)
- Maßnahmen-Fragen (risikomindernd)
- Jede Antwort beeinflusst je nachdem wie in Vorlage definiert Schadensausmaß und Eintrittswahrscheinlichkeit
- Fragen können gewichtet werden, wodurch sich die Auswirkung verstärkt oder abschwächt (1-10)
Ergebnis:
- Risikoeinstufung: gering, mittel, hoch, sehr hoch
- Brutto-Risiko: vor Maßnahmen
- Netto-Risiko: nach Maßnahmen
- Darstellung sowohl gesamt als auch je Themenkapitel

Allgemeiner Part – Fragen ohne Wertung bei smarten Audits:
Bei smarten Audits gibt es auch Fragen, die ohne Wertung gestellt werden. Diese Fragen dienen ausschließlich der Informationseinholung und fließen nicht in die Bewertung des Audits ein. Sie können in Form von Einfach-, Mehrfach- oder Freitextfragen auftreten. Ihre Hauptfunktion besteht darin, zusätzliche Kontextinformationen bereitzustellen, die für das Verständnis des Audits oder die Entscheidungsfindung wichtig sein können. Obwohl diese Fragen keine direkte Auswirkung auf das Ergebnis haben, bieten sie wertvolle Einblicke und unterstützen die präzisere Einschätzung von Risiken, Maßnahmen oder der Konformität.
Unterschiede zwischen normalen und smarten Audits:
- Normales Audit:
- Es gibt keine Fragen ohne Wertung – ggf. Freitextantworten sind verfügbar.
- Alle Fragen müssen in einer festen Reihenfolge abgearbeitet werden, was eine starre Struktur und weniger Flexibilität bietet.
- Smartes Audit:
- Es gibt Fragen ohne Wertung (s.o.) die lediglich der Informationsbeschaffung dienen und nicht in die Endbewertung einfließen.
- Entscheidungsbäume und Textblöcke ermöglichen eine interaktive und flexiblere Gestaltung der Auditstruktur.
- Die Flexibilität in der Fragentypenstruktur erlaubt eine tiefere und dynamische Analyse, was besonders bei komplexeren Szenarien von Vorteil ist.