Unsere Single Sign-On (SSO) Funktion unterstützt die etablierten und bewährten Standards OAuth 2.0 (mit OpenID Connect) und SAML 2.0. Diese Standards sorgen für eine sichere, zentralisierte Authentifizierung und Autorisierung, die den Benutzern ermöglicht, sich einmal anzumelden und nahtlosen Zugriff auf mehrere Anwendungen und Domains zu erhalten. Durch die Unterstützung beider Protokolle können Unternehmen ihre SSO-Integration flexibel an die jeweiligen Anforderungen ihrer IT-Infrastruktur anpassen.
Was ist Single Sign-On (SSO)?
Single Sign-On (SSO) ist ein Authentifizierungsprozess, der es Benutzern ermöglicht, sich mit einem einzigen Satz Anmeldeinformationen bei mehreren Diensten oder Anwendungen anzumelden. Anstatt separate Benutzerkonten und Passwörter für jede Anwendung zu verwalten, müssen sich Benutzer nur einmal authentifizieren. Sobald diese Authentifizierung abgeschlossen ist, haben sie Zugang zu allen verbundenen Diensten, ohne sich erneut anmelden zu müssen.
Vorteile der SSO-Integration
Die Implementierung von SSO bringt eine Vielzahl von Vorteilen mit sich:
- Einfachheit für den Benutzer: Benutzer müssen sich nur einmal anmelden und können anschließend auf mehrere Anwendungen zugreifen, ohne sich erneut authentifizieren zu müssen.
- Erhöhte Sicherheit: Da weniger Passwörter im Umlauf sind, sinkt das Risiko von Passwortdiebstahl oder -missbrauch. Zudem können zentrale Sicherheitsrichtlinien durchgesetzt werden.
- Effizienz in der Verwaltung: IT-Teams können Benutzerkonten zentral verwalten, was die Verwaltung von Zugriffsrechten und die Kontrolle über die gesamte IT-Infrastruktur vereinfacht.
- Bessere Benutzererfahrung: Weniger Anmeldeaufforderungen führen zu einer flüssigeren und reibungsloseren Benutzererfahrung.
Unterschied zwischen OAuth 2.0 (OpenID Connect) und SAML 2.0
Während sowohl OAuth 2.0 (mit OpenID Connect) als auch SAML 2.0 ähnliche Ziele verfolgen – nämlich die sichere Authentifizierung und Autorisierung von Benutzern –, unterscheiden sich die beiden Protokolle in ihrer Funktionsweise und ihren Anwendungsfällen:
- OAuth 2.0 mit OpenID Connect: OAuth 2.0 ist ein Autorisierungsframework, das Benutzern Zugriff auf Ressourcen gewährt, ohne ihre Passwörter direkt preiszugeben. OpenID Connect erweitert OAuth 2.0, um eine sichere Authentifizierung zu ermöglichen, indem es ein ID-Token hinzufügt, das die Identität des Benutzers bestätigt. Dieses Protokoll ist besonders gut für Web- und Mobile-Anwendungen geeignet.
- SAML 2.0: SAML ist ein XML-basiertes Protokoll, das sich vor allem in Unternehmensumgebungen durchgesetzt hat. Es wird häufig in Verbindung mit internen und webbasierten Anwendungen verwendet, die in einer zentralisierten IT-Infrastruktur betrieben werden. SAML verwendet Assertions, um den Benutzern Zugang zu gewähren und Identitäten zu bestätigen.
Voraussetzungen für die Nutzung von SSO
Um SSO effektiv zu nutzen, müssen einige technische und organisatorische Voraussetzungen erfüllt sein:
- Domain-Registrierung: Die SSO-Funktion muss für die spezifischen Domains registriert werden, für die die Authentifizierung erfolgen soll, z. B. für Ihre Unternehmensdomain.
- Benutzerkonto: Jeder Benutzer muss ein bestehendes Konto im Authentifizierungssystem haben. Zudem muss die E-Mail-Domain des Benutzers bei der SSO-Lösung registriert sein.
- ID-Token (bei OpenID Connect): Bei OpenID Connect muss die E-Mail-Adresse des Benutzers im ID-Token enthalten sein, welches vom Identity Provider zurückgegeben wird. Wir müssen dabei Zugriff auf die Scopes wie
openid,profileundemailerhalten.
Informationen zur Einrichtung
Für die Implementierung von OpenID Connect oder SAML 2.0 benötigen Sie spezifische Informationen:
- Discovery Endpoint URL (bei OpenID Connect): Diese URL ermöglicht den automatischen Abruf der Konfigurationsdaten vom Identity Provider.
- Client ID: Ein eindeutiger Identifikator, der Ihre Anwendung beim Identity Provider registriert.
- Client Secret: Ein geheimer Schlüssel, der Ihre Anwendung beim Identity Provider authentifiziert.
- Scopes und Claims: Bei OpenID Connect geben Sie an, welche Daten (z. B. die E-Mail-Adresse) von den Benutzern benötigt werden.
Bei SAML 2.0 benötigen Sie:
- Identity Provider (IdP) Metadaten: Die Konfigurationsdaten des IdP.
- Service Provider (SP) Konfiguration: Ihre Anwendung muss als SP registriert werden, damit der IdP korrekt auf Anfragen reagieren kann.
Schritte zur Einrichtung
Die folgenden Schritte sind notwendig, um SSO mit OpenID Connect oder SAML 2.0 zu implementieren:
- Konfiguration in Ihrem System:
- Übermitteln Sie die gesammelten Daten an Ihr Support-Team oder konfigurieren Sie die SSO-Integration in Ihrer Anwendung selbst, falls dies möglich ist.
- Vorbereitung der notwendigen Informationen:
- Sammeln Sie die Discovery Endpoint URL, Client ID, Client Secret sowie die notwendigen Scopes und Claims (für OpenID Connect).
- Für SAML 2.0 sammeln Sie die Metadaten des Identity Providers und registrieren Ihre Anwendung als Service Provider.
- Finalisierung und Bereitstellung:
- Sobald die Tests erfolgreich abgeschlossen sind, kann die Integration live geschaltet werden.
Mit diesen Schritten sind Sie bereit, die Vorteile der SSO-Integration in vollem Umfang zu nutzen und Ihren Benutzern eine vereinfachte, sichere und zentrale Authentifizierungslösung anzubieten.